Neuen Motor einfahren

alles was es sonst noch an der 650er gibt
Monkey
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Re: Neuen Motor einfahren

Beitrag von Monkey »

also wichtig ist immer bei einem neu aufgebauten Motor die Kolbenringkanten auf der Innenseite zu entgraten, da hier als letztes das Öl ankommt. Ansonten natürlich nicht Vollgas und längere Zeit immer mit der gleichen Geschwindigkeit, bzw. Gasstellung.

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franka_dally
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Re: Neuen Motor einfahren

Beitrag von franka_dally »

haschek hat geschrieben:
29.08.2020, 17:11
Rechne mal mit grob 200,- für das Material.
Hy!
190€ zzgl. Versand aus Polen für einen Wössner +1 inkl. Kolben Ringe.
Dazu 160€ inkl. Steuer für das Hohnen des Zylinders und zusammensetzen des Kolbens mit den Ringen.

Wenn den Motor soweit selber zerlegen kannst, kommen nur mehr die Dichtung links, Zylinderkopf und Fuß Dichtung und je nach Zustand die Ventil Deckel Dichtung dazu.

Da der Motor schon soweit zerlegt ist, zahlt es sich aus gleich die Ventile auch zu überarbeiten.

Gruß
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MutenRoshi
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Re: Neuen Motor einfahren

Beitrag von MutenRoshi »

franka_dally hat geschrieben:
30.08.2020, 11:23
haschek hat geschrieben:
29.08.2020, 17:11
Rechne mal mit grob 200,- für das Material.
Hy!
190€ zzgl. Versand aus Polen für einen Wössner +1 inkl. Kolben Ringe.
Dazu 160€ inkl. Steuer für das Hohnen des Zylinders und zusammensetzen des Kolbens mit den Ringen.

Wenn den Motor soweit selber zerlegen kannst, kommen nur mehr die Dichtung links, Zylinderkopf und Fuß Dichtung und je nach Zustand die Ventil Deckel Dichtung dazu.

Da der Motor schon soweit zerlegt ist, zahlt es sich aus gleich die Ventile auch zu überarbeiten.

Gruß
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Hat das mal einer von euch Jungs gemacht und ein paar Bilder davon? +1 heißt 1mm Aufmaß im Sinne von Loch is ja jetzt größer?
Eintopf schmoren...

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Re: Neuen Motor einfahren

Beitrag von Nippon-Biker »

Sallo1971 hat geschrieben:
29.06.2020, 16:56
Hier der Text eines namhaften Kolbenhersteller:

"Druck muss sein
Nur mit einer gehörigen Portion Verbrennungsdruck sind Verdichtungsringe in der Lage, ihrer Abdichtfunktion in vollem Umfang nachzukommen.
Die gegebene Eigenspannung der Ringe übernimmt dabei nur die Grundfunktion: den Kontakt mit der Zylinderwand herzustellen. Die weitaus größere Anpresskraft – nämlich bis zu 90 % der Gesamtanpresskraft – wird während des Arbeitstaktes vom Verbrennungsdruck erzeugt. Der Druck legt
sich hinter den Kolbenring und erhöht damit die Anpresskraft an die Zylinderwand."

Die Hohnspitzen laufen, je nach Hohnung +/-, innerhalb von 20 Minuten ab. Dieser Prozess ist nicht wiederholbar.
Danach hat man dann je nachdem passende Kolbenringe oder es pfeift irgendwo durch.
So ganz klar und nachvollziehbar ist das Zitat ja nicht ;)

Hier kann der Interessierte die Zusammenhänge und Wechselwirkungen nachlesen: http://lars-server.de/motor_einfahren.php
Tengai 89 blau/schwarz, 48PS org, etwas verbastelter Originalzustand, EM AGWKS, Verbrauch ca. 4,5-6,5L, noch div. Wartungen (Ventilspiel, Versager, Schwinge, Federbein) & Ergänzungen (Kicker, Kofferträger, Spiegel?, Lenker, Hauptständer) zu machen

Sallo1971

Re: Neuen Motor einfahren

Beitrag von Sallo1971 »

Das Grundprinzip und die funktionellen Abläufe sind ja gleich, nur deutlich detaillierter beschrieben.
Diese Beschreibung ist aber eher für eine mehrzylindrige Straßenmaschine ausgelegt. Großvolumige Einzylinder würde ich nicht ganz so nervös rannehmen.
Bei Autos gilt nochmal besonders mit dem billigen Öl aufzupassen. Mein BMW Z4 hats das Schneckengetriebe der Valvetronic zerlegt, weil das Öl nicht den notwendigen Schmierzusatz dafür hatte, obwohl es ein super Öl war welches ich ewige Jahre in Vorgängermotoren ohne Valvetronic gefahren bin.
Ansonsten hört sich die Anleitung interessant aber auch sehr theoretisch an.
Sowas kann sich nun jeder mit seinen Prozentangaben zu Gas und Drehzahl zusammenstricken und für jeden Motor individuell.
Man kann das Einfahren für den späteren Rennbetrieb auf die Spirze treiben um das letzte Nm rauszukitzeln oder auch mit etwas Sicherheitreserve einfahren.

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Re: Neuen Motor einfahren

Beitrag von Nippon-Biker »

Sallo1971 hat geschrieben:
05.09.2020, 09:18
Ansonsten hört sich die Anleitung interessant aber auch sehr theoretisch an.
Sowas kann sich nun jeder mit seinen Prozentangaben zu Gas und Drehzahl zusammenstricken und für jeden Motor individuell.
Man kann das Einfahren für den späteren Rennbetrieb auf die Spirze treiben um das letzte Nm rauszukitzeln oder auch mit etwas Sicherheitreserve einfahren.
Ja, da stimme ich Dir zu. Ist aber sicherlich nicht verkehrt die Therorie zu kennen, bevor man sich der Sache dann mit Gefühl annimmt, ist ja vom Ablauf her ohnehin immer sehr individuell.

Spricht etwas gegen einen gebrauchten Ölfilter, wenn der nach 50-80km eh in die Tonne wandert? Warum unbedingt ein Neuer? Halte ich für übertrieben, ggf. hält ein Gebrauchter sogar mehr Feinstpartikel zurück, da bereits leicht zugesetzt.


@ franka_dally
Ist das ein standard 90°Lackfiltertrichter oder ein Flacherer? Hersteller? Vielleicht ein Link? Danke.
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Re: Neuen Motor einfahren

Beitrag von franka_dally »

Nippon-Biker hat geschrieben:
06.09.2020, 22:24
Sallo1971 hat geschrieben:
05.09.2020, 09:18
Ansonsten hört sich die Anleitung interessant aber auch sehr theoretisch an.
Sowas kann sich nun jeder mit seinen Prozentangaben zu Gas und Drehzahl zusammenstricken und für jeden Motor individuell.
Man kann das Einfahren für den späteren Rennbetrieb auf die Spirze treiben um das letzte Nm rauszukitzeln oder auch mit etwas Sicherheitreserve einfahren.
Ja, da stimme ich Dir zu. Ist aber sicherlich nicht verkehrt die Therorie zu kennen, bevor man sich der Sache dann mit Gefühl annimmt, ist ja vom Ablauf her ohnehin immer sehr individuell.

Spricht etwas gegen einen gebrauchten Ölfilter, wenn der nach 50-80km eh in die Tonne wandert? Warum unbedingt ein Neuer? Halte ich für übertrieben, ggf. hält ein Gebrauchter sogar mehr Feinstpartikel zurück, da bereits leicht zugesetzt.


@ franka_dally
Ist das ein standard 90°Lackfiltertrichter oder ein Flacherer? Hersteller? Vielleicht ein Link? Danke.
Hy!
Das war ein Standard 90° Lack Filter. Hersteller weiß ich leider nicht mehr weil es der letzte aus der Packung war.

Gruß
Dally
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Sallo1971

Re: Neuen Motor einfahren

Beitrag von Sallo1971 »

Nippon-Biker hat geschrieben:
06.09.2020, 22:24

Spricht etwas gegen einen gebrauchten Ölfilter, wenn der nach 50-80km eh in die Tonne wandert? Warum unbedingt ein Neuer? Halte ich für übertrieben, ggf. hält ein Gebrauchter sogar mehr Feinstpartikel zurück, da bereits leicht zugesetzt.
Ob der Filter nun leicht, viel oder gar nicht zugesetzt ist, sieht man ihm ja nicht so einfach an. Wenn er aber zugesetzt ist, wird die Filterrate nicht erhöht. Es steigt die Gefahr, das der federbelastete Bypass öffnet und das Öl ungefiltert durch den Kreislauf gepumpt wird. Das wäre doof.

Ich denke, das man bei diesem Aufwand an einem Ölfilter nicht sparen sollte. Der kostet um die 5€.
Wundert mich eigentlich gerade etwas, das du da schluderich wirst. Bist ansonsten ja ein recht genauer Typ, so wie ich es bisher las. ;D

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Re: Neuen Motor einfahren

Beitrag von Nippon-Biker »

Hallöchen zusammen
franka_dally hat geschrieben:
07.09.2020, 09:25
Hy! Das war ein Standard 90° Lack Filter. Hersteller weiß ich leider nicht mehr weil es der letzte aus der Packung war.
Gruß
Dally
Dankeschön, das genügt mir bereits, da eh Standad 90°. Wenn jetzt was Flacheres gewesen wäre... aber in dem Fall kann man die Dinger ja von jedem Anbieter/Hersteller kaufen. ;)

Sallo1971 hat geschrieben:
07.09.2020, 09:36
Ob der Filter nun leicht, viel oder gar nicht zugesetzt ist, sieht man ihm ja nicht so einfach an. Wenn er aber zugesetzt ist, wird die Filterrate nicht erhöht. Es steigt die Gefahr, das der federbelastete Bypass öffnet und das Öl ungefiltert durch den Kreislauf gepumpt wird. Das wäre doof.

Ich denke, das man bei diesem Aufwand an einem Ölfilter nicht sparen sollte. Der kostet um die 5€.
Wundert mich eigentlich gerade etwas, das du da schluderich wirst. Bist ansonsten ja ein recht genauer Typ, so wie ich es bisher las. ;D
Das hat absolut nichts mit schludrig zu tun und es geht mir auch nicht um diese Kleckerbeträge von 4€, nur denke ich diesbezüglich noch in einige andere Richtungen. Insgesamt ist die Frage eher Theorie orientiert zu betrachten.
Bzgl. Bypass ist man allerdings bei den Mengen an Abrieb auch mit neuem Filterelement je nach Mesh (Filtermaterial/Feinheit) nicht vor zu frühem Öffnen gefeit, und in der Hinsicht könnte ggf. ein bereits benutztes Filterelement sogar besser funktionieren, da man ja hohe Drehzahlen vermeidet und daher auch nicht volle Ölförderung (geringerer Volumenstrom, somit weniger Druck) stattfindet.
Insgesamt kann man das nur nur nach Zerteilen des beim Einfahren benutzten Filterelementes genauer beurteilen, sobald man weiß, was sich dort angesammelt hat.

@ Dally - hast Du den alten Filter noch?
Tengai 89 blau/schwarz, 48PS org, etwas verbastelter Originalzustand, EM AGWKS, Verbrauch ca. 4,5-6,5L, noch div. Wartungen (Ventilspiel, Versager, Schwinge, Federbein) & Ergänzungen (Kicker, Kofferträger, Spiegel?, Lenker, Hauptständer) zu machen

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Re: Neuen Motor einfahren

Beitrag von franka_dally »

Nippon-Biker hat geschrieben:
09.09.2020, 01:30
Hallöchen zusammen
franka_dally hat geschrieben:
07.09.2020, 09:25
Hy! Das war ein Standard 90° Lack Filter. Hersteller weiß ich leider nicht mehr weil es der letzte aus der Packung war.
Gruß
Dally
Dankeschön, das genügt mir bereits, da eh Standad 90°. Wenn jetzt was Flacheres gewesen wäre... aber in dem Fall kann man die Dinger ja von jedem Anbieter/Hersteller kaufen. ;)

Sallo1971 hat geschrieben:
07.09.2020, 09:36
Ob der Filter nun leicht, viel oder gar nicht zugesetzt ist, sieht man ihm ja nicht so einfach an. Wenn er aber zugesetzt ist, wird die Filterrate nicht erhöht. Es steigt die Gefahr, das der federbelastete Bypass öffnet und das Öl ungefiltert durch den Kreislauf gepumpt wird. Das wäre doof.

Ich denke, das man bei diesem Aufwand an einem Ölfilter nicht sparen sollte. Der kostet um die 5€.
Wundert mich eigentlich gerade etwas, das du da schluderich wirst. Bist ansonsten ja ein recht genauer Typ, so wie ich es bisher las. ;D
Das hat absolut nichts mit schludrig zu tun und es geht mir auch nicht um diese Kleckerbeträge von 4€, nur denke ich diesbezüglich noch in einige andere Richtungen. Insgesamt ist die Frage eher Theorie orientiert zu betrachten.
Bzgl. Bypass ist man allerdings bei den Mengen an Abrieb auch mit neuem Filterelement je nach Mesh (Filtermaterial/Feinheit) nicht vor zu frühem Öffnen gefeit, und in der Hinsicht könnte ggf. ein bereits benutztes Filterelement sogar besser funktionieren, da man ja hohe Drehzahlen vermeidet und daher auch nicht volle Ölförderung (geringerer Volumenstrom, somit weniger Druck) stattfindet.
Insgesamt kann man das nur nur nach Zerteilen des beim Einfahren benutzten Filterelementes genauer beurteilen, sobald man weiß, was sich dort angesammelt hat.

@ Dally - hast Du den alten Filter noch?

Hy!
Nop, der liegt schon am Sondermüll :nixweiss:

Gruß
Dally
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