KLR650 A - Vergaser Probleme?

alles rund um den 650er Motor
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Nippon-Biker
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Re: KLR650 A - Vergaser Probleme?

Beitrag von Nippon-Biker »

Hallo Manfred.

wie beim Auto auch. Sowas macht man NIE direkt bei der HU.
Eine zusagende KFZ Werkstatt nach gusto aussuchen und dort die AU machen, zum Termin mit sauberem, neuen Sprit im Tank und warmen Motor aufkreuzen. Im Bedarfsfall kann man in der Werkstatt nachjustieren und wenn alles passt nimmt man das Prüfprotokoll nebst Plakette gleich mit.
Nach Abschluß der Messung kann man den Motorlauf evtl. noch optimieren. Das Papier zählt für die HU... mehr nicht.
Es gibt Werkstääten, da kannst das alles zusammen erledigen lassen und die Karre nach 2-3 Tagen wieder abholen.

viele Grüße
Marco
Tengai 89 blau/schwarz, 48PS org, etwas verbastelter Originalzustand, EM AGWKS, Verbrauch ca. 4,5-6,5L, noch div. Wartungen (Ventilspiel, Versager, Schwinge, Federbein) & Ergänzungen (Kicker, Kofferträger, Spiegel?, Lenker, Hauptständer) zu machen

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wernerz
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Re: KLR650 A - Vergaser Probleme?

Beitrag von wernerz »

Also ich muss da mal komplett eingrätschen.
Sowas macht man nie in einer Werkstatt. Immer erst zum TÜV fahren, schauen was bemängelt wird und dann in die Werkstatt!
Umgekehrt ist das eine Lizenz zum Geld drucken.

Ich kann auch die ganze Diskussion um das einstellen des Vergasers nicht ganz nachvollziehen.
Soviel kann man da doch gar nicht einstellen, wenn die Kiste Original ist.
Wenn der Vergaser sauber ist, die Anschlüsse dicht, der Luftfilter in Ordnung wurde der von Kawa schon ordentlich eingestellt. Da muss man nix einstellen, außer dem Standgas.

Also schau, dass der Vergaser wirklich sauber ist, alle Membranen Manschetten dicht und flexibel und dann muss die Kiste laufen.

Ich habe es bisher nur selten erlebt, dass du mit so einem Fehler in einer Werkstatt glücklich wirst ohne arm zu werden.
Klar gibt es Ausnahmen, aber die sind leider nicht die Regel meiner Erfahrungen.
Gruß Werner
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Sallo1971

Re: KLR650 A - Vergaser Probleme?

Beitrag von Sallo1971 »

Ich habe einen guten Draht zum TÜV und dort ist es auch wirklich kein Problem die Karre mal kurz einzustellen, sofern die Bude nicht gerade Rappelvoll ist. Das sind keine Götter in blau mehr wie in den 70ern.
Wir reden hier von einem einfachen alten Einzylinder. Da braucht man nix synchronisieren o.ä.
Der Vergaser ist nun wirklich nicht kompliziert. Man muß sich nur was passendes besorgen um die Gemischschraube zu drehen.
Mein TÜV fängt auch von sich aus an Kleinigkeiten wie Scheinwerfer und Abgas zu erledigen, wobei ich ihm beim Abgas mittlerweile gebremst bekomme solange die Kiste gut läuft.

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jo-sommer
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Re: KLR650 A - Vergaser Probleme?

Beitrag von jo-sommer »

Grenzwert CO sind doch immer noch 4,5%, oder?

Wenn die Karre da drüber liegt, läuft sie eh wie n Sack Nüsse. Also Lauf einstellen und dann die Plakette machen lassen.

Ich war oft genug mit von Hand eingestellten und mit auf Bretter getackerten Schläuchen synchronisierten Vierzylindern beim TÜV und hatte nie AU Probs (FJ1200, läuft bekanntermassen häufig fett, säuft bis 12 l/100km - von Hand eingestellt, CO iwas um die 2%).

Meine KLR hat die Südschwedische Grundeinstellung nach Versagerreinigung, Ausgleichsbohrnungserweiterung und Keyster-Repsatzverbau und lief ohne jedes Problem durch die AU.

Locker bleiben...
Die Schwarze Sau: '88er 650A, leicht modifiziert, macht Schbass!

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Re: KLR650 A - Vergaser Probleme?

Beitrag von Manfred220 »

Danke an Alle für die rege Anteilnahme. Wenn ichs verstanden habe, brauche ich für das Mopped grundsätzlich ja keine Au, da BJ 88. Ging ja nur darum, dass man beim TÜV die Abgaswerte messen lassen könnte. Soweit, sogut. Durchfallen ist auch kein Thema, da TÜV tatsächlich neu ist. Wobei es mich schon ein wenig wundert, dass der Tester da nicht bemängelt hat, dass die Drehzahl beim Gaswegnehmen nur seeeehhhhr langsam runter geht...
Werde jetzt einmal Platz schaffen in der Garage zum Werkeln und werde dann mal loslegen...

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wernerz
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Re: KLR650 A - Vergaser Probleme?

Beitrag von wernerz »

Was denn jetzt manfred?
Erst schreibst du Baujahr 89 = Au, jetzt auf einmal Bj. 88 = keine AU?

Die Idee beim TÜV das Abgas messen zu lassen, ist ziemlich seltsam :mrgreen:
Zu den Jungs fährt man nur, wenn man muss.
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Sallo1971

Re: KLR650 A - Vergaser Probleme?

Beitrag von Sallo1971 »

wernerz hat geschrieben:
28.10.2020, 07:19

Die Idee beim TÜV das Abgas messen zu lassen, ist ziemlich seltsam :mrgreen:
Zu den Jungs fährt man nur, wenn man muss.
Och nöö...die Jungs bei mir sind echt aufgeschlossen. Bin da auch schon mit der TT600 zum Abgastesten nach Vergaserreinigung gewesen.
War kein Thema die Sonde da mal reinzuschieben und nachzujustieren wenns zeitlich passt.

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Nippon-Biker
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Re: KLR650 A - Vergaser Probleme?

Beitrag von Nippon-Biker »

wernerz hat geschrieben:
27.10.2020, 07:58
Also ich muss da mal komplett eingrätschen.
Sowas macht man nie in einer Werkstatt. Immer erst zum TÜV fahren, schauen was bemängelt wird und dann in die Werkstatt!
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Ich habe es bisher nur selten erlebt, dass du mit so einem Fehler in einer Werkstatt glücklich wirst ohne arm zu werden.
Klar gibt es Ausnahmen, aber die sind leider nicht die Regel meiner Erfahrungen.
Es geht nur um die AU, die kostet fix. ;) Es hat bislang auch noch keine Werkstatt versucht mich über den Tisch zu ziehen. Egal wo in D.
Von TÜV Hessen kann ich das nicht behaupten, den meide ich seit einigen Jahren wie der Teufel das Weihwasser, weil da neben einigen normalen Prüfern auch ein paar Gernegroß abhängen, die ich in der mir wohlfeinen Art in die Schublade "unterträgliches Oberarschloch" sortiere.
Fachliche Kompetenz? Am Arsch - nada, nix. Konrinthenkackerei hoch 3 für die Statistik (wie schlecht alte KFZ doch sind) und auch menschlich absolut unerträglich.
Egal, mag mich da nicht genauer erinnern; die Wixbude von TÜV kann mich jedenfalls dauerhaft von hinten sehen. Gibt 2-3 Prüfstellen bei Dekra und Kis in der Nähe, da wird normal geprüft und nicht mutwillig Blödsinn für die Mängelliste zusammengesponnen.

Eklatantestes Beispiel: Renault Clio 2 Bj. 1998 - beim TÜV Hessen ne Liste zum Abwinken und keine AU (weil zu doof das Gerät zu bedienen).
Bezahlt und verpisst, gleich zur Dekra hin; mit 2 kleineren Mängeln/bzw. "im Auge behalten" Plakette drauf und gute Fahrt. Um es deutlich hervorzuheben: Das fand wohlgemerkt binnen 3-4 Stunden statt - ohne was an der Karre gemacht zu haben.

Seid froh, wenn ihr in eurer Gegend umgängliche TÜV Prüfer habt, die sich ggf. Zeit nehmen und menschlich annehmbar oder gar freundlich sind.


Ergänzung 29.10.2020 - 16:46
Besagter Clio war zum damaligen Zeitpunkt ca. 9-10Jahre alt, Erstbesitz und regelmäßige Wartung. Da wurden bspw. der abblätternde U-Schutz auf guten Achslagergummis zu gerissenen Achsgummis umgedichtet, ein intakter Auspuff als defekt moniert und eine rundum inkl. Bremszylinder erneuerte Bremsanlage für unbrauchbar befunden u.ä. Kuriositäten...
Das geschah bei Prüftermin in einer Werkstatt im Edertal, wo ich Rat eines Freundes den Termin vereinbarte. Daß es so geschehen ist wie beschrieben um Hand in Hand von TÜV und Werkstatt die Kasse klingeln zu lassen, mag ich niemandem vorwerfen, aber die Vermutung drängt sich drastisch auf...
Dazu bin ich der falsche Kunde. Nie wieder dort vorstellig geworden.

Es ist nichts gegen gründliche Prüfungen einzuwenden, sofern das Ergebnis den Tatsachen entspricht und nicht Fahrzeuge nur aufgrund ihres Alters schlecht geredet werden wie von einem Hinterhofhändler beim Ankauf...
Weder das Ignorieren noch das Hinzudichten von Mängeln hebt Akzeptanz und Ansehen jedweder Prüforganisation. Die haben im Staatsauftrag eine Pflicht zu erfüllen, die den Bürger alljährlich Milliarden kostet und dürfen daher nicht zu einer lapidaren Umsatzquelle ohne nutzbringenden Hintergrund verkommen.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen - im Raum Wildungen/Borken tritt das Phänomen besonders hervor, daß einige wenige Prüfer das Ansehen der Organisation da in Mitleidenschaft ziehen. Im Bereich um Korbach schaut das wieder ganz anders (besser) aus.
Es spielt auch keine Rolle ob man bei der TÜV-Sation vorstellig wird, oder in einer Werkstatt zu einem HU-Termin.
In beiden Fällen jeweils positive wie egative Erfahrungen gleichermaßen gesammelt.
Zuletzt geändert von Nippon-Biker am 29.10.2020, 16:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: KLR650 A - Vergaser Probleme?

Beitrag von wernerz »

Bzgl. TÜV hatte ich hier ja auch schon das eine oder andere Gruselerlebnis zum Besten gegeben.
Hier mal die Letzten zwei:

Mit der Bescheinigung von kawa zum TÜV um meine KLR zu "entdrosseln".
TÜV-Prüfer erst rum gemacht, er könnte das nicht überprüfen ob die entdrosselt wäre. Warum ich eine gedrosselte Maschine als entdrosselt eintragen sollte, konnte er mir auch nicht erklären. Dann die Aussage meine KLR wäre ein Reimport und das Gutachten deshalb nicht gültig.

Ich Kawa angeschrieben, und eine Bestätigung bekommen, dass meine Maschine kein Reimport ist. Wieder zum TÜV. TÜV Prüfer sich das angeschaut und gemeint, Kawa hätte keine Ahnung, er als TÜV Prüfer weiß da besser Bescheid und das wäre ein Reimport, basta.

Zum nächsten TÜV gefahren, Papiere vorgelegt, eingetragen bekommen fertig.

Nummero zwei:
Maschine für einen fahranfänger auf 42PS drosseln wollen. Vorher mit den Brocken zum TÜV gefahren, wegen Eintragung. Die sich das angeschaut. ne könnten Sie nicht eintragen, würde man ja im eingebauten Zustand nicht sehen, da brauchen sie eine Bescheinigung einer Werkstatt. Mein Hinweis, dass man es ja wohl merkt, wenn der Gaszug nur ein paar cm weiter aufmacht, wollte man nicht akzeptieren.
Zur KÜS gefahren, die inzwischen bei uns auch so Eintragungen machen dürfen: Gezeigt, jo kein Problem. Komm wieder vorbei wenn eingebaut. Fertig
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Re: KLR650 A - Vergaser Probleme?

Beitrag von jo-sommer »

wernerz hat geschrieben:
28.10.2020, 07:19
Was denn jetzt manfred?
Erst schreibst du Baujahr 89 = Au, jetzt auf einmal Bj. 88 = keine AU?

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Zu den Jungs fährt man nur, wenn man muss.
Kann sein, dass das wie bei meiner Sau ist: Baujahr 88 (für die ET-Bestellung, Nummern etc.) und Erstzulassung :twisted: :wall: am 23.01.1989, also AU wegen drei Wochen...
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