Tschico hat geschrieben:... ich entwickle seit 15Jahren bei Airbus Triebwerke und Motoren.
Hier mal ne kleine Story aus der Motorenentwicklung.
Die Firma Airbus entwickelte einen Prüfstand für ihre Triebwerke. Dabei ging es um die Simulation von Vogeleinschlägen in die Triebwerke. Beim Versuchsaufbau wurden in laufende Triebwerke mittels einer Hochdruckkanone komplette Hühner eingeschossen. Damit konnte man auf sichere Art und Weise, aber trotzdem sehr realistisch, eine solche Situation simulieren.
Die Firma Boeing fand diesen Simulator sehr interessant. Es kam dann zu einem Deal zwischen Boeing und Airbus, bei dem Bowling einen solchen Simulator kaufte. Airbus schickte den Simulator nach Amerika und die Boeingleute installierten das Gerät. Danach begannen direkt umfangreiche Triebwerkstests.
Nach einer Woche klingelte bei Airbus das Telefon. Die Ingenieure von Boeing waren völlig ratlos. Bei den Tests wurden alle Triebwerke gnadenlos zerstört. Man besprach dem kompletten Versuchsaufbau des Simulators und alle Einstellungen. Der Abstand zwischen Kanone und Triebwerk war korrekt und der Druck der Kanone lieferte auch die passende Geschwindigkeit für die abgeschossenen Hühner. Telefonisch war das Problem nicht in den Griff zu bekommen und die Ingenieure von Airbus flogen nach Amerika, um das Problem vor Ort zu ergründen.
Dort angekommen, wurde von den Airbusingenieuren der komplette Aufbau des Emulators überprüft. Da keine Fehler festgestellt werden konnten, wurde ein neuer Test durchgeführt. Dabei wurde wieder ein Triebwerk komplett zerstört.
Als Fehleranalyse und Kommentar sagte ein Airbusingenieur danach: Jungs - es ist alles völlig korrekt was ihr hier macht. Nur die Hühner, die solltet ihr vor dem Abschuss auftauen

Ein Schelm, der Böses dabei denkt
