Leerlaufprobleme

alles rund um den 250er Motor
Micha_786
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Leerlaufprobleme

Beitrag von Micha_786 » 24.10.2016, 16:45

Hallo zusammen,

erstmal was zur Vorgeschichte der KLR...
Ich habe das Motorrad einige Zeit gefahren, hatte dann einen Kolbenklemmer, das Pleul ist abgerissen und hat sich den Weg nach Außen gesucht. Habe mir dann ein neuen Rumpfmotor, Zylinder und Kolben besorgt.

Nach dem Zusammenbau habe ich die Ventile noch eingestellt.
Vergaser und Kopf ist noch der Alte. Ich habe vor dem ersten mal anwerfen des Motors den Vergaser zerlegt und gereinigt. Nach der Montage läuft der Motor jetzt nicht ganz wie er sollte.

Das Problem: Sobald ich die KLR angekickt habe muss ich sie mit dem Gashahn am Leben halten, wenn ich ein wenig höher drehe, so um die 2-2,5, dann wieder vom Gas gehe dreht sich meistens selbständig bis 6.000 hoch obwohl der Gashahn zu ist...
Bei niedriger Drehzahl geht sie sofort wieder aus.
Meine erste Vermutung waren natürlich Fehler beim Zusammenbau des Vergasers, bzw. Beschädigung der Membran, also neue Membran rein, Gemischschraube ist auch neu.
Danach keine Besserung.
Nächste Fehlersuche: Falschluft, also neuen Ansaugstutzen eingebaut hat aber auch nichts gebracht.

Mittlerweile weis ich nicht mehr an was es liegen könnte. die Symptome sprechen ja ganz klar für Falschluft.

Ich hoffe ihr habt noch ein paar Ideen nach dem ich schauen könnte.

jd2012
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Beitrag von jd2012 » 24.10.2016, 18:06

Hallo und willkommen,

es muss nicht unbedingt Falschluft sein...

Wurde die Leerlaufgemischschraube 1,5 - 2 Umdrehungen rausgedreht?
Geht der Schieber leichtgängig?
Hast du mal die feinen Luftkanäle mechanisch gereinigt? (mit einer Kupferlitze)
Stimmt die Schwimmereinstellung?
Choke-mechanik auf Einstellung/Dichtigkeit überprüft?

Wenn das alles ok ist, könnte es noch an einer undichten Drosselklappen-Welle liegen.
Ich würde mir in dem Fall einen 2. Vergaser besorgen und damit alles durchtesten.
Bild

Micha_786
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Beitrag von Micha_786 » 24.10.2016, 19:53

Danke für die schnelle Antwort.

Der Schieber lief mit der alten Membran schwer, mit der neuen lässt er sich gleichmäßig und leicht bewegen.

Leerlaufgemischschraube habe ich zwischen 1 und 2,5 Umdrehungen in allen möglichen Stellung ausprobiert, hat sich eigentlich nicht geändert.



Luftkanäle habe ich mit einer dünnen Litze bisher noch nicht gereinigt. Werde ich beim nächsten mal machen.

Das mit der Chokemechanik ist ein sehr guter Tipp, mir ist aufgefallen das die Kunstoffverschraubung mit der die Chokemechanik in den Vergaser eingeschraubt wird gebrochen (Stück fehlt) ist.
In dem Fall könnte er ja Falschluft über den Chock ziehen?

Das mit der undichten Welle habe ich auch schon mal im Internet gelesen und hoffe einfach das diese nichts hat (Vergaser hat ja schon einwandfrei funktioniert).

Nach einem 2. Vergaser halte ich schon eine Weile ausschau, ist aber garnicht so leicht einen zu finden.

jd2012
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Beitrag von jd2012 » 24.10.2016, 20:35

Mhm... die Kunstoffverschraubung wird da nicht das Problem sein, eher der innenliegende Choke-Schieber, wenn er nicht richtig sitzt oder abdichtet. Für den einfachen Plastikhalter gibt es hier im Forum jemanden der die aus Messing nachgedreht hat und verkauft. Wenn der Vergaser gereinigt und nach WHB eingestellt ist, kann es eigentlich nicht mehr viel sein. Schau mal hier rein klick.
Bild

Micha_786
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Beitrag von Micha_786 » 05.11.2016, 17:30

So ich war heute wieder an der kleinen Zicke dran :boese:

Vorweg: Heute sind diese Teile neu ran gekommen: Vergaser, Starterkolben, Feder am Choke.

Nach dem ich den neuen Vergaser dran hatte kam der erste Start versuch mit 1,5 Umdrehungen an der Gemischschraube, nach einigem einstellen und rumspielen lief sie im Stand gut ohne mein zu tun.

Als sie dann warm war habe ich sie ausgemacht, kurz darauf wollte ich eine kleine Runde drehen.
Beim Anmachen hat sie kein Gas mehr angenommen(Im Stand)... also zurück in die Scheune.

Zündkerze war komplett schwarz (lief wohl zu fett) Oder kann man das im Standgas nicht so gut beurteilen?

Jedenfalls habe ich den Vergaser etwas magerer eingestellt und eine Probefahrt gemacht (500m ca.) danach war die Zündkerze weiß/grau also zu mager.
Es treten aber auch wieder die selben Symptome auf wie davor... im "Stand" geht sie aus und bei kurzen Gasstößen dreht sie von alleine hoch und tourt nicht ab.

Kurze Suche im Internet... schlechtes abtouren könnte an den Ventilen liegen, also Ventilspiel überprüft und war ein wenig zu knapp eingestellt (Werksangabe 0,19-0,24) ist jetzt an der oberen Grenze.

Die ganze Aktion hat aber keine Besserung gebracht.

Ich bin mittlerweile ratlos, sie lief heute am Anfang ja recht gut... Ist es vermutlich nur eine Einstellungssache?

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Beitrag von Myke » 05.11.2016, 19:10

falschluft ?
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Beitrag von Micha_786 » 05.11.2016, 20:35

Ansaugstutzen und Dichtungen sind neu... Gehe davon aus das der dicht ein wird. Gibt sonst keine Stellen mehr an dem der Motor Falschluft ziehen könnte?

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Beitrag von Myke » 05.11.2016, 21:12

mit starterspray oder bremsenreiniger austesten.

hast auch den wärmewert der kerze gecheckt ?
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NiceIce
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Beitrag von NiceIce » 06.11.2016, 11:08

Steuerzeiten passen auch? Wird oft falsch gedeutet (Blickrichtung auf die Markierungen) und dann liegts einen Zahn daneben.

KACR ( Automatische Dekompression) tut auch was sie soll?

Bedüsung nach Werksangabe, bzw. angepasst wenn K&N Filter (oder sonstige) oder anderer Auspuff?

Unterdruck-Anschluß am Vergaser zu? (Falls vorhanden)

Drosselklappenwellen-Dichtrungen noch OK? (Bremsenreinigertest)

Schiebernadel an richtiger Position?

Kompression OK?

LG
Martin
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hobelt man noch im Oktobel.

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Beitrag von Rattfield » 08.11.2016, 06:32

ey ihr gebt hier wieder tipps.... da wird mir komisch.

ich würde mal den vergaser anschlußstutzen am zylinderkopf prüfen. darunter sollte ein o-ring als abdichtung sein. dort wird sie falschluft ziehen. oder der stutzen an sich hat einen riss.
Alu zu Alu und Stahl zu Stahl!

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