KLR 650 Tengai - Fahrwerk aufrüsten - TET tauglicher

alles rund um das 650er Fahrwerk, Bremsen, Federung usw
Ziar
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KLR 650 Tengai - Fahrwerk aufrüsten - TET tauglicher

Beitrag von Ziar »

Hallo Gemeinde,

ich würde meine Tengai gerne etwas TET tauglicher machen. Bin aktuell zwar nicht unbedignt unzufrieden aber besser geht immer.

Im Forum habe ich etwas quergelesen und bin auf 3 Baustellen getroffen. Da würde mich eure Meinung / Rückmeldung interessieren.

1. Baustelle - Federbein von LC04
Hier würde ich gerne auf ein WP Federbein von der LC04 umrüsten. Sollte wohl mit minimalen Flexarbeiten einigermaßen Plug&Play sein.
Die Wilbers Feder habe ich mir auch angeschaut aber 600 € sind 600 € :eek:

2. Baustelle - Gabel von KLR 650 A
Soweit ich es verstanden habe bleibt das Tauchrohr (und damit Bremse, Felge etc.) von der Tengai. Lediglich die Gabelrohre + Innenleben kommen von der A. Aufgefüllt wird nach Handbuchvorgaben von der A, richtig?

Die Arbeiten sollten ja ebenfalls Plug&Play sein.

3. Baustelle - Eintragung
Ja ich traue mich mal zu fragen wobei mir da schon übles schwant. Als krönenden Abschluss soll das ganze Projekt zur Verbesserung der Bremseigenschaften nämlich noch mit einer Bremspumpe einer KLE 500 garniert werden.

Ich gehe jetzt eher nicht davon aus, dass der TÜV das ganze überreißt und Probleme macht. Aber würde hier mit Hinblick auf Unfall/Gutachter Szenario eine Chance auf eine Eintragung bestehen wenn man mit offenen Karten spielt?


Ich freu mich auf eure Expertise

Grüße Alex
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Nordlicht
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Re: KLR 650 Tengai - Fahrwerk aufrüsten - TET tauglicher

Beitrag von Nordlicht »

Für deine Zwecke reicht es das Öl zu erneuern und eine stärkere Feder draufzusetzen.
Punkt 2 , Gabel, ist korrekt.
Und zu 3, ich halte nicht viel von Eintragungen,gerade wenn's ins Ausland geht, interessiert sich keiner für den deutschen TÜV.


https://www.youtube.com/watch?v=wthhG5yR6z4


Ein Federbein mit 8.0kg/mm Eibach Feder habe ich da.
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wernerz
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Re: KLR 650 Tengai - Fahrwerk aufrüsten - TET tauglicher

Beitrag von wernerz »

LC4 Federbein würde ich nicht machen. Die Dinger die es gibt sind alle auch ausgelutscht und müssen general überholt werden. Dann lieber mal Warten, bis wieder ein Wilbers Angebot verfügbar ist oder das von YSS einbauen, macht hundertmal mehr Sinn. Sonst bist du hinterher das gleiche Geld los und hast doch nur ne halbe Lösung.

Gabel vorne ist eher ein nice to have, die paar Millimeter mehr bringen dir keinen Sommer und keinen Winter. Der Umbau wird ja eher von A-Fahrern gemacht, um die Zweikolben Bremse der B fahren zu können. Ordentliche Gabelfedern bringen dir mehr.
Für den Tet ist weniger Gewicht eigentlich die bessere Lösung, heißt auf die Front der A umrüsten um das ganze Plastikgeraffel der B los zu werden. Macht aber eigentlich auch keinen Sinn, da nimmt mal doch gleich einen A Rahmen nehmen, am besten vor 89, dann zahlt man keine AU mehr. ;)

Was soll die andere Bremspumpe bringen? Ist deine Defekt? Mit einer anderen Bremspumpe kannst du (sehr grob gesagt) nur den Hebelweg verändern. Aber deswegen bremst die Kiste nicht besser! Aber du kannst da jede Bremspunpe dran schrauben, interessiert keine Sau, wer soll Wissen welche Bremspumpe Kawa da Originald dran geschraubt hat? Solange da nicht Yamaha drauf steht merkt das keienr.

Ich habe an keiner meiner KLR je die Original Bremspumpe gefahren, da ich immer welche mit verstellbaren Hebeln dran baue. Hat noch nie ein TÜV gemerkt, wie auch?

Bei dir fehlt noch in der Auflistung die Umstellung auf Stahlflex Bremsleitungen, wenn nicht schon passiert!
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Re: KLR 650 Tengai - Fahrwerk aufrüsten - TET tauglicher

Beitrag von Ziar »

Danke für die schnellen Antworten.

@Nordlicht
Ich schau mir das Video mal an. Was möchtest du für die Feder haben?

@Wernerz
Als Alternative zu WP und der neuen Feder von Nordlicht könnte ich mir vielleicht noch die Feder von YSS vorstellen.
https://www.dam-sport.net/de/federbein- ... YY7iy_RUi8

Das wäre Budget mäßig schon die Grenze aber noch okay. Wie würdest du die einschätzen?

Die Gabel vorne hätte ich getauscht, da ma mit dem WP Federbein hinten wohl etwas höher kommt und das damit ausgleichen kann - Achtung Halbwissen.

Bezüglich Bremspumpe. Ich hab jetzt an meiner Tengai den Bremssattel überholt, neu Bremsscheibe, neue Bremsbelänge (leider organisch statt sinter) und Stahlflex verbaut. Bremst halt immer noch saumäßig. Offroad egal, da brauchst du sie ja eh nicht. Auf der Straße wenns vielleicht mal haarig wird wäre halt ne bessere Bremsleistung schon schön.

Ich hab in einem Forumsbeitrag mal gelesen dass jemand auf die KLE 500 getauscht hat weil dann mehr Druck möglich ist?! :nixweiss:

mir gehen halt sonst die Optionen aus und die kosten sind nicht wirklich hoch.
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wernerz
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Re: KLR 650 Tengai - Fahrwerk aufrüsten - TET tauglicher

Beitrag von wernerz »

Habe das YSS in einer meiner Maschinen gefahren, war voll zufrieden damit. Die DInger sind halt neu!

Wenn du nicht günstig an eine A Gabel kommst zum austauschen, kannst du ja auch einfach eine Hecktieferlegung einbauen, wenn du nach dem Umbau merkst, dass passt nicht. Da würde ich aber erst Warten was nach dem Umbau des Federbeins raus kommt.

Kommt halt auf den Durchmesser des Kolbens des HBZ an. Was hat die Original-Bremse für einen Durchmesser und welchen die der KLE?

Hier mal die Antwort der KI, die erklärt es sehr gut:
1. Kleinerer Durchmesser des Hauptbremszylinders (z.B. Wechsel von 16 mm auf 14 mm):
Bremsgefühl: Die Bremse fühlt sich "weicher" an und hat einen längeren Hebelweg.
Handkraft: Man benötigt weniger Handkraft, um eine bestimmte Bremswirkung zu erzielen, da der Druck pro Hebelbewegung höher ist.
Dosierbarkeit: Oft besser, da feinfühliger.
Risiko: Wenn der Kolben zu klein ist, kann der Hebelweg bis zum Lenkergriff reichen ("Leerweg"), was gefährlich ist.

2. Größerer Durchmesser des Hauptbremszylinders (z.B. Wechsel von 16 mm auf 19 mm):
Bremsgefühl: Die Bremse fühlt sich direkter, "härter" oder "knackiger" an (weniger "Weg" bis zum Druckpunkt).
Handkraft: Man benötigt mehr Handkraft für die gleiche Bremswirkung, da pro Hebelweg weniger Druck aufgebaut wird.
Dosierbarkeit: Kann bei zu großem Durchmesser "hölzern" wirken, d.h. wenig Feedback geben, was zu plötzlichem Blockieren führen kann

Viele nehmen einen Größeren HBZ, weil da die Bremse vermeintlich besser bremst, was aber eigentlich im Gelände, wo man eher weniger Kraft und bessere Dosierbarkeit möchte nicht zielführend ist. Die Bremswirkung selbst bleibt sich eigentlich gleich.
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Re: KLR 650 Tengai - Fahrwerk aufrüsten - TET tauglicher

Beitrag von Ziar »

Also die Tengai hat wohl einen 14mm Kolben. Die Kle 500 aber auch. Also bringt das tatsächlich nichts.

Oh man :rolleyes: . Dieses Bremsen Thema bringt mich noch ins Grab.

Das Doohickey z.B. ist ja eine bekannte Schwachstelle die mit einer sauberen einfachen Lösung behoben werden kann, fertig.

Dies Bremsen aber... da gibt es einfach kein Patentrezept.

Ich schau mal am Wochende welche Pumpe einen kleineren Kolben bietet. Da hab ich heute keinen Nerv mehr dafür
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Re: KLR 650 Tengai - Fahrwerk aufrüsten - TET tauglicher

Beitrag von Nordlicht »

Die Tengai Bremse ist schon nicht so schlecht.
Es gibt eine Möglichkeit, die Bremse zu verbessern, da du aber schon über Geld gesprochen hast, liegt das wohl außerhalb deines Budgets.

Man nehme eine 650A Gabel, einen 650C Bremssattel und das EagleMike Bremsenkit mit einer 320mm EBC Scheibe plus Adapter für den C Sattel.
Es gibt Leute die schwören auf die Radialpumpe der CBR600RR.

https://eaglemike.com/shop/ols/products ... /320withSV
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Re: KLR 650 Tengai - Fahrwerk aufrüsten - TET tauglicher

Beitrag von Nordlicht »

Falls noch nicht geschehen, überhole den Bremssattel, das macht eine Menge aus.
Sättel und Pumpen sind leider die am meisten vernachlässigten Komponenten am Motorrad.

Bei der letzten C mußte ich die Bremsflüssigkeit mit einem Pick aus dem Sattel kratzen, sie kam in Form von kleinen Kieselsteinchen herausgefallen.
Zuletzt geändert von Nordlicht am 24.02.2026, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: KLR 650 Tengai - Fahrwerk aufrüsten - TET tauglicher

Beitrag von wernerz »

@Nordlicht: Dass fällt aber beim TÜV auf. Da musst du erstmal einen Prüfer finden, der dir das einträgt.

Inkl. Versand und Teile bist du dann aber schnell bei über 500 EURO, plus die Kosten der Eintragung, was dann auch im worst case nochmal 2-300,-- EUR kosten kann.

Wie du schon geschrieben hast, wohl etwas außerhalb des Budgets. :bgdev:
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Re: KLR 650 Tengai - Fahrwerk aufrüsten - TET tauglicher

Beitrag von Nordlicht »

Wie gesagt, ich halte nichts von Eintragungen. Diese Konfiguration baue ich ein, wenn ich für längere Zeit ins Ausland fahre.
Zum TÜV wird dann zurückgebaut.

Da ich mich von Touristenhotspots fernhalte war ich in 38 Jahren nicht einmal in einer Kontrolle der Rennleitung.
Der deutsche TÜV Stempel hat im Ausland keine Gültigkeit. Stelle dir mal vor, du gehst für 5 Jahre auf Weltreise. Nach spätestens 2 Jahren fährst du ohne gültige HU.
Dann kommen ein Holländer und Franzose um die Ecke und lachen die deutsche Polizei aus...
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